Ausbrechen -
aus dem warmen, sicheren Nest,
sonst wirst du nie wissen,
wie groß die Welt ist
und was fliegen heißt.

Sich ins Ungewisse stürzen,
einen Preis zahlen,
ohne den Gewinn
zu kennen.

Einen Verlust einplanen,
oder auch ein Wunder!

M.Brandt

 

Niemand weiß, wie du eines Tages gehen wirst,
ich wünschte,
du würdest dieser Welt entschlafen
wie ein Baby,
das satt und selig an Mutters Brust liegt,
um der nächsten Mahlzeit entgegenzuträumen.

M.Brandt

Du weißt noch nicht, wie
du genau von dieser Welt gehen wirst,
das bereitet dir Sorge,
aber wenn es soweit ist,
bin ich mir sicher,
du wirst diesen Weg,
diese Aufgabe meistern.
Hier kann und wird jeder
als Sieger durch das Ziel laufen.
Der Pokal wird so wunderschön sein,
ein Paradies, dass der Kampf darum   

kaum der Rede wert sein wird.

M.Brandt


Ich nehme dein Sterben
mit in meine Nächte,
sie lassen kaum Schlaf zu,
weil alle Gedanken darum kreisen,  
wie ich dir helfen könnte,
oder die Angst nehmen,
die dir zusätzlich
das Atmen schwer macht.

Die Krankheit
nimmt mir jede Nacht
ein Stück von dir weg,
und legt eine Schmerzspur mehr
in dein Gesicht.
Sie zeichnet dich neu
mit jeder Minute.

Ich spüre,
sie hat dich fest in der Hand,
hält dich umklammert,
wie eine Katze ihre Beute,
und will dich nicht mehr loslassen,
bis mit deinem letzten Atemzug
auch jede Gegenwehr
verschwindet.

Ich weiß,
ich kann dich nicht halten,
so sehr ich es mir wünschte,
ich muss mich dem Lauf der Dinge beugen,   
und das zu akzeptieren,
kostet mich unmenschliche Kraft.
Aber es wird mir
genug davon bleiben,
um an deiner Seite zu wachen,
über deine letzten Momente,
und ich werde ihnen jeden Schrecken nehmen,
zu dem ein Mensch fähig ist,
und du wirst bei mir sein,
wenn deine Seele
den Weg ohne deinen Körper weitergeht,
weil Liebe der Kompass sein wird,
der uns einander immer wieder finden läßt,
egal in welche Welten oder Sphären
uns das Schicksal lenkt.

M.Brandt

Wirklich zu Hause fühlt man sich dort,
wo Worte überflüssig  sind,
und kein Traum gebraucht wird,
weil man das Gefühl hat -
sich bereits im Schönsten zu befinden.

Wirklich zu Hause fühlt man sich dort,
wo es keiner Worte mehr bedarf,
wo man nichts erklären oder diskutieren muss,
um verstanden und akzeptiert zu werden.
Dort, wo kein Traum
als Notunterkunft gebraucht wird,
in den man flüchten muß,
weil man das Gefühl hat -
auszubrennen.

Wirklich zu Hause fühlt man sich dort,
wo das Herz sich wie im siebten Himmel fühlt.

 

M.Brandt

 

Reiselust

Viele Menschen träumen davon
in fremde Länder verreisen zu können,
es zieht sie in die Ferne,
ins Unbekannte.

Kaum jemand bemüht sich
in sich zu kehren,
ins Innere zu verreisen.
Dabei hätten sie all das,
was sie suchen,
hier im Überfluß.

Wer kennt sich schon selber?
Wer interessiert sich für das,
was im Unterbewußtsein
verankert ist?
Wen interessieren seine
wirklichen Grenzen
oder Ängste?

Die Reise ins Ich
ist in meinen Augen die
spannenste und lohnenste...

© M.Brandt

 

Versunken sitze ich am Tisch,
vor mir liegt ein leeres Blatt Papier,
und ich träume vor Verlangen -
mein Gott, ich wünsche mir,
du wärst hier!

Male kleine, blaue Herzchen,
mit dem Kulli krumm und schief,
und es ist,
als als wenn jedes von ihnen
deinen so geliebten Namen rief.

Vor meinem Auge, diesem inneren,
formt sich mir dein Angesicht,
und du schwebst von diesem Blatt,
was dich festgehalten hat,
und wirst zum schönsten Bildgedicht!

Meine Liebe macht dich wahr,
manchmal tritt ein Traum ans Tageslicht.
Visionen werden schier real,
damit ein Herz nicht vor Sehnsucht
in tausend Teile bricht.

© M.Brandt

 

In deiner Nähe
traut sich mein inneres Kind
aus dem Schneckenhaus hinaus.
Fühle mich in Sicherheit,
nichts kann mir passieren,
hab rein gar nichts zu verlieren,
kann mich zeigen, so verletzlich, wie ich bin,
du bist mein Zuhaus!

Bei dir kann ich naiv sein,
wie Kinder nun mal sind,
dann leg ich jede Vorsicht,
jedes Misstrauen
aus all dem Erlebten ab,
dann bin ich vor Liebe
einfach blind.

Wie ein Fohlen
unbändig springen,
voller Übermut,
den Winter, mit einem Lächeln
zum Blühen bringen,
vor lauter Freude in den Tag reinsingen,
du tust meiner Seele gut!


© M.Brandt

Der Herbstwind
flüstert mir Vergänglichkeit ins Haar,
doch so lange ich an deiner Hand durchs Leben laufe,
werde ich stets
mit einem Fuß im Frühling stehen.

©M.Brandt

Liebende sind in der Lage
gegenseitig ihre Seelen zu berühren,
jenes zu sehen,
was anderen
hinter dem Schleier der Unwichtigkeit
verborgen bleiben wird.

©M.Brandt

Dann versuche ich dem Lauten zu entkommen, den gehetzten und unzufriedenen Gesichtern
der Menschen, dem Radio mit den Schreckensmeldungen.
Es ist, als könnte ich keinen Laut mehr ertragen,selbst das Zuschlagen einer Autotür ist Marter.  Wie ein Verdurstender in der Wüste suche ich die Stille.
Ich will das alles schweigt. Nur das Geräusch der Natur ist erträglich:

Blätterrascheln, Meeresrauschen, das Plätschern eines Baches, Vogelgezwitscher, Regenprasseln,
das Leuchten der Sterne.

Mehr ist im Moment nicht drin.

© M.Brandt

 

Es ist ein Tag wie jeder andere,
an dem ein kleiner Riss
sich durch das Herz zieht,
weil ein Mensch,
der dir an genau diesem liegt,
es geschafft hat,
dir diesen zuzufügen.

Es ist nicht laute Knall,
mit dem es vonstatten geht,
nein, es passiert kaum merklich,
zwischen zwei Lidschlägen
und einem Atemzug.
Einfach so, wie ganz nebenbei,
aber es ist der Anfang,
an dem das Herz zu bluten anfängt
und die eine Geige -  von vielen,
die am rosa Himmel hängen,
verstummen läßt.

© M.Brandt

 

 

Nah, so nah...

In jedem Gedanken
liegst du weichgebettet,
ganz nah an meinem Herzen,
damit es dich atmen kann.

© M.Brandt

 

Augen schließen
und zurückdenken,
an den Ort und den Moment,
als unsere Blicke sich
bis ins Mark trafen
und unserer beider Welt
voll beladen mit Magie
in Brand setzte.

Ein Himmel entstand,
übersät mit rosa Wolken
und Geigen.
Alles Grau war verbannt.
Wie ich diese Zeit liebe!
Allein deshalb,
gehe ich immer wieder
dorthin zurück,
wo mein Herz blieb,
dahin, wo die jetzige Realität ihm
nicht folgen konnte:

Zum Anfang...

© M.Brandt

 

Wenn der Himmel
wie aus geöffneten Schleusen weint,
und alles grau und trostlos erscheint,
dann sieh dich nach all dem um,
was irgendwie Farbe trägt,
(ein Ballon, ein Kleid, eine Blume)
weil das was uns berührt -
Frieden in unsere Herzen sät.

© M.Brandt

Im Gestern lag ein Heute, welches zum Morgen wird,
und in der Verliebtheit lag eine Liebe, die zur Freundschaft wurde.

© M.Brandt

 

Unaufhörlich machen sich Gefühle
zum Sterben auf den Weg.

Sobald Liebe wie der Blitz einschlägt,
ist der erste Schritt getan.

Man will es nicht wahrhaben, nicht glauben,
man ignoriert und hofft,
aber die Anzeichen häufen sich mit jedem Tag.

Es passiert stets nach dem alten Schema,
nie geht ein Weg daran vorbei,
zumindest nicht bei mir.

Aber ich will trotzdem
an Märchen glauben,
besonders an dieses,
von ewiger Liebe...


© M.Brandt

 

 

 

Nachlässiger
werden Blicke und Gesten,
Gefälligkeiten nehmen rapide ab,
ebenso das Strahlen der Augen.

Ich kann es fühlen,
als wenn ein Unwetter naht.

Spüre die dunklen Wolken
in deinen Worten, noch lange bevor
das Auge sie erblicken kann,
weiß bereits um ihr Dasein,
während du sie noch abstreitest.

Kann die Vergänglichkeit riechen,
wie kalte Asche,
lange bevor das Feuer ausbricht.


© M.Brandt
 

Dein größtes Schutzschild ist ein klares, selbstbewußtes NEIN!

© M.Brandt

 

Wenn die Liebe sich langsam verzieht,
wie Morgennebel von nassen Wiesen,
friert die Seele im Leib.

Jede Wärme schwindet,
wenn die Sonne deines Herzens
sich aus dem Staub macht
und Schattennächte hinterlässt.

© M.Brandt

Auf dem Balkon


Wie in einem Theaterstück
auf dem Balkon sitzen
und dem Stück zusehen,
dem Leben.
Früher war man selber Artist,
jetzt, aufgrund der Krankheit
nur noch ZUSCHAUER.

Aber, man kann den Frühling spüren
auf der Fieberhaut,
wo jede Berührung sonst schmerzt.
Man kann den Krokussduft
in die Lunge ziehen
und sich in andere gelebte Zeiten
hineinträumen,
in der man gesund und voller Elan
den Tag angehen ließ,
ohne vom JETZT zu ahnen.

Federleicht war der Alltag,
die Geedanken und Träume.
Heute ist jeder Atemzug schwer.
Aber, wenn man sein Gesicht
noch in die Sonne halten kann,
und an gute Zeiten denkt,
ist das auch ein großes
Stück Glück!

Man ist im Jetzt und Hier!
Man hat den Traum gelebt,
gesund zu sein,
ohne dass man ihn hatte...
Er war selbstverständlich, wie der Montag.

Aber jetzt ist jeder Montag,
jeder Wochentag ein SONNTAG.
Ein Geschenk,
ein Wunder!

Es gibt immer wieder irgendwo Sonne,
der man das Gesicht zuwenden kann....

© M.Brandt

 

Suche



Wie ausgeliefert
kann man sich fühlen,
wenn man eine dünne Haut
und ein weiches Herz besitzt.

Schutzlos ausgeliefert
der Hektik, dem Lärm,
der kranken Gesellschaft.
Und Oberflächlichkeit beißt,
wie ein tollwütiger Hund.

Wo ist das Paradies,
in das ich flüchten kann?
Wo ein Ort,
an dem man keines Schutzes bedarf?

© M.Brandt

 

Die Nacht bahnt sich ihren Weg
durch mein Inneres,
sobald Zwielicht in meine Augen strömt,
und Mystik sich in mir breit macht.

Da finden sich Tagträume ein,
die vorher nur fetzenhaft
durch meine Gedanken flogen.
Sie setzen sich
zuerst zu einem Bild zusammen,
dann zu einem Film.

Mein Kino beginnt,
alles entspringt tiefsten,
verdrängtem Sehnen.
Die Nacht,
sie beschwört alles zum Leben,
was das Hirn zum Tode verurteilt hat!

Und das Herz hüpft und springt.

© M.Brandt

 

Selbst wenn der Verstand
weiß,
daß man Liebe nicht erzwingen kann,
will das Herz
sich nicht damit abfinden.
Es schlägt weiterhin Purzelbäume,
beim Gedanken an jenem Menschen,
den es liebt,
nachdem es sich verzehrt,
sich sehnt.
Egal wieviele Gründe dagegen sprechen,
es wird immer einer zuwenig sein.


© M.Brandt

 



So müde von dem Leben,
von dem halben Jahrhundert
auf meinem Rücken.

Zu müde,
um die Natur zu bewundern,
um aufzuwachen,
den ersten Gang zum Bad zu gehen,
Kaffee zu schlürfen...

Der Tag hat noch nicht einmal angefangen
und ich wünschte, er wäre schon vorrüber,
mitsamt seinen Aufgaben.
Wünschte,
die Arbeiten wären schon so erledigt,
wie ich es bin,
noch bevor
ich einen Handschlag getan habe.

Ich wäre selbst zum atmen zu müde,
wenn es keinen Reflex wäre,
der unabhängig
 von meinem Willen funktionieren würde.

© M.Brandt

Manchmal, so mitten im Geschehen,
ist es mir,
als wärst du direkt bei mir,
als könnte ich deine Gegenwart riechen,
als wärst du da,
nur meine Augen reichen nicht aus,
dich zu sehen.
Aber mein Herz,
das kann dich ganz genau wahrnehmen,
so stark,
dass ich auf alles schwören würde.

Diese Gewissheit,
die sich nicht erklären läßt,
die nicht zweifeln lässt,
und die dich doch näher sein lässt,
als jede physische Anwesenheit.

© M.Brandt

 

Lass deine Gedanken,
dein Herz
und deine Finger von mir.
Nichts von mir -
will etwas von dir wissen.

© M.Brandt

 

Im Leerfühlen
unschlagbar
Kraftlos
im "es geht weiter denken"
und immer einen Fuß
vor dem anderen setzen
und aufpassen
dass man nicht
über sich selber stolpert

© M.Brandt

 

Eine Seele möchte ich finden,
die meine als ihr Herz erkennt,
welches den gleichen Takt

wie meines schlägt
un dessen immerwährender
Traum ich bin.

© M.Brandt

 

 

Am Abgrund zu stehn,
nach unten zu sehn,
und den Sog zu spüren,
der dich zieht...

Am Abgrund zu stehen,
sich einen Schritt weiter zu sehen,
wo man fällt - so tief
zu der Stimme, die uns rief.

Wie einfach das wär,
fallen ist gar nicht schwer,
geht ganz von allein,
schnell wie ein Stein.

Und doch hält uns etwas zurück,
die Hoffnung auf ein kleines Glück,
welches uns die Kraft gibt,
dem Sog zu widerstehen
und einen Schritt ZURÜCK zu gehen.


© M.Brandt

 

Nachtseele

Die Nacht liegt in meiner Hand
und sie liegt mir auf der Seele.
Meist ist sie eine weiche Wand
in die ich tauche,
in die ich mich stehle:

Um der Sehnsucht nach dir zu entkommen,
Sie hat mir den Atem genommen,
hat mich unter Visonen von dir begraben,
nun will dich dich
samt Haut und Haar haben.

Ihre Dunkelheit macht mich benommen,
wie eine Droge -
die mich entführt,
alle Gedanken sind fort,
die guten und frommen,
keiner, der sich noch rührt.

Seit dein Blick mich fraß,
bin ich nirgens vor ihm sicher,
ich spüre ihn durch Stahl und Beton
mir entweicht irres, fremdes Gekicher.
Du machst mich wie flüchtig -
nach dir süchtig!

© M.Brandt

 

Es gibt eine Dankbarkeit,
die aus ganzem Herzen erfolgt,
die dich durchströmt,
und ausfüllt,
bis du vibrierst.

Sie ist eine völlig andere,
als wenn man sich
für einen Drink bedankt,
oder dafür,
dass dir jemand die Tür aufhält.

Es ist die Art von Dankbarkeit,
die man empfindet,
wenn man das Leben neu geschenkt bekommt,
weil man eine schwere Zeit durchmachen mußte,
in der man nicht glauben konnte,
dass man sie je überleben wird.

© M.Brandt

 

Die kleinsten Dinge können einem die größte Freude bereiten,
und das wärmste Herz ist nicht aus Edelmetall,
aber es ist Gold wert.


© M.Brandt

 

Außer der normalsten Sache der Welt, dürfte es NICHTS auf der Welt geben,
was nicht Kinderaugentauglich ist....

© M.Brandt

 

Es ist der Verstand,
der alles besser weiß,
aber es ist das Herz,
das uns das Gegenteil
machen läßt.

© M.Brandt

 

Das hab ich gleich versucht in Worte zu fassen:

Momentverliebt
Du da, die da gedankenverloren
im Zugabteil sitzt,
aus dem Fenster schauend.
Du weißt nicht,
dass ich zu dir hinüberschaue.

Dein Gesicht zeigt Melancholie
und ein angedeutetes Lächeln für die,
die es davon ablenken soll.
Sie berührt mich fast schmerzlich,
deine versteckte Traurigkeit.

Du da, der Maler in Amsterdam,
der auf der Straße sein Geld verdient.
Wie flink deine feingliedrigen Hände
über das Bild huschen,
ein Wunderwerk, welches mich entzückt.

Deine Jeans zerschliessen,
dein weisses T- Shirt
mit Farbkleksen zeichnet - fast wie du
jeden Muskel darunter, so eng sitzt es.
Ich liebe es, Beobachter zu sein.

Du da, am Klavier, vor dem  Puplikum,
welches dir aplaudiert und zujubelt,
ich konnte sehen, wie dein Gesicht
jede Emotion des Liedes widerspiegelte,
wie du mitfühlst in Freud und Leid der Lieder.

Ich kann deine Sehnsucht spüren,
sie gleitet mit deinen begnadeten Händen
über die Tasten.
Wieviel Gefühl in deinen Liedern doch liegt!
Ton um Ton ergreift es mich.

All diese Emotionen ziehen meinem Herzen
den Boden unter den Füßen weg,
schmelzen jeden Widerstand
und lassen mich für einen Moment
vor lauter Ergriffenheit ertrinken.

© M.Brandt

 

Ich glaube,
wenn wir öfter allein mit uns wären,
inmitten der Natur,
ohne Menschenmassen,
mit ihren wirren Gedanken und Gefühlen,
ihren Ängsten und Unsicherheiten,
wären wir ausgeglichener,
zufriedener und glücklicher.

© M.Brandt

Da gibt es einen Menschen,
der dir näher nicht sein kann,
der fühlt und denkt wie du,
ähnlicher als dir ein Zwilling je sein könnte,
und dem du doch
die wenigste Zeit
und Beachtung schenkst,
oder aus dem Wege gehst...

Dir selber

© M.Brandt

 

 

Nebel

 

Wie der Nebel
möchte ich ziehen,
alles umweben und umgarnen
mit den Wolken möchte ich fliehn,
nichts Böses möchte ich erahnen.
Und wenn meine Fantasie
irgendwann verpufft,
löse ich mich auf - in Luft.

© M.Brandt

 

Ent-stresser

Wenn die Sonne sich erbricht
über Täler, Wälder, Berge,
erhellt sich zärtlich mein Gesicht,
im Geiste seh ich  Elfen und Zwerge.

Staunend wandern die Augen umher,
grasen die Schönheit der Erde ab,
dann fällt mir zu lieben gar nicht mehr schwer,
weil ich das Schlimme vergraben hab.

In ihrem Bann zieht mich die Natur,
sie läßt mich Groll und Gram vergessen,
sie wirkt wie eine Verjüngungskur,
ihre Schönheit ist mit nicht's zu messen.


© M.Brandt

 

All das Elend auf der Welt,
ich mag's bald nicht mehr sehen,
ich kann die Ungerechtigkeit,den Fremdenhass,
die Geldgier nicht verstehen.

Warum kann es nicht friedlich sein,
ein jeder Mensch, Tier und Natur respektieren,
warum kann nicht jeder authentisch sein,
warum an Gefühlskälte hier erfrieren?

Ach wie einfach könnte das Leben doch sein,
würde der Neid endlich verblassen,
und all das Hassen gänzlich lassen,
manchmal könnt ich vor Wut nur so schrein!


© M.Brandt

Und dann packt die Liebe ihre Sachen
und fängt langsam und fast unmerklich für uns an
ihre Koffer zu packen...
Dann fehlt hier und da ein liebevoller Blick,
eine zärtliche Geste, ein offenes Ohr,
oder das Interesse an dem,
was der andere denkt, oder wie er fühlt.
Irgendwann steckt sie all die ungenutzte Zeit ein
und die Momente, wo man hätte küssen und lieben können...

Sie läßt dich einfach zurück, mit der Frage:
Wie konnte das nur passieren?


© M.Brandt

Es gibt Herzen,
die brechen,
hält man nicht das Versprechen,
sie nie allein zu lassen.

Man kann sie zwar verbiegen
oder spalten
und doch wollen sie weiter
zu einem halten.

Es gibt Herzen,
die wollen bleiben,
lassen sich durch Gram und Groll
nicht vertreiben.

Ihre Leidensgrenze ist so groß,
gehen fast dran zugrunde,
überleben jede dunkle Stunde,
aber sie lassen trotzdem nicht los.

Unsterblich sind sie nicht,
brauchen sie auch nicht viel Licht,
haben gelernt im Dunkeln zu leben,
und alles,  bis auf das, was sie lieben zu geben.

Doch auch diese belastbaren Herzen
können brechen,
hält man nicht das Versprechen,
sie niemals allein zu lassen.

© M.Brandt

 

 

 

Auch wenn ich es nicht sehen kann,
weil ich am andern Ende der Welt bin,
weiß ich, dass es das Meer gibt.

Ebenso weiß ich, dass es die Sonne gibt,
wenn sie mich auch gerade im Regen stehen läßt,
weil die Erde nun einmal auch Wasser braucht.

Und ich weiß, dass es DICH gibt,
und auch wenn deine Arme mich grad nicht halten,
so tut es doch immerzu dein Herz.

© M.Brandt

 

Es ist nicht das Dunkle,
was mir Angst einjagdt,
es sind weder Teufel
noch Dämonen.

Es ist das Uneberechenbare,
das Perverse, die Gier,
die tief in der Seele
mancher Menschen wohnen.

© M.Brandt

 

Lass mich anlegen,
an deinem Herzen,
wie ein Boot am sicheren Hafen.

Mich angenommen fühlen - angekommen
in einem Leben wie ein Traum,
seid wir einander trafen.

© M.Brandt

 

Gleiche Seelen erkennen sich,

egal in welche Körper das Schicksal sie kleidete.

 

© M.Brandt

 

Herbstzeit

läßt Sonnenstrahlen in Blätter verfangen

intensiv glühend,

rot-gold,

wie sich wild liebende Herzen

 

© M.Brandt

 

 

Dich auf andere Planeten wünschen
um nicht an dich zu denken,

nützt gar nix.
Du musst raus
aus meiner
unmittelbaren Traumreichweite.

© M.Brandt

 

 

 

Wer liebt fliegt in anderen Sphären,

dessen Welt besteht aus rosa Wolken

und einem Herzen aus Trommelwirbel -vor Freude,

weil es den anderen gibt....

 

© M.Brandt

 

Nicht die Zeit nagt an uns,
es sind all die Verletzungen
die Herz und Seele
im Laufe der Jahre
einstecken mußten...

© M.Brandt

 

Vergangen ist nicht schlimm,

nie gewesen wäre viel schlimmer.

 

© M.Brandt

 

Wenn die Liebe gegangen ist,
vermag man oft nur noch Zuflucht und Trost
in den Armen der Musik zu finden...

© M.Brandt

 

Liebe läßt vieles in dir erklingen,

was vorher stumm war,

fängt an zu singen...

 

© M.Brandt

 

Mitgefühl empfinde ich für den Menschen,
der meint, Leistungen erbringen zu müssen,
die bis an die Grenze menschlicher Kraft gehen,
nur um gesehen, geliebt und anerkannt zu werden.

© M.Brandt

Sie ist da, die Herbstzeit. Die Zeit der grauen Tage und Gedanken. Nie wird man sich mehr der Vergänglichkeit bewußt, als dann, wenn all das grüne Blattwerk zu verwelken anfängt, und die Wärme des Sommers ihre Koffer gepackt hat. Für dieses Jahr hat er seine Arbeit getan und zieht sich zurück. All diese Abschiede lassen mich wehmütig werden. Abschied von den Farben, den herrlichen Blumen, dem Bienengesumm, den lustigen Grillabenden....

Das schöne am Herbst ist der Indian Summer...er läßt nochmal alles im rotgoldenem Feuer erglühen.
Als wäre es ein letztes Winken des Sommers. Ein letzter Gruß.

@ M. Brandt

 



Denken wir zurück
an Kindertagen,
als die Welt noch voller Wunder war,
staunen,  laufen,
verstecken spielen -
alles  war Abendteuer,
Kinderaugen sehen kaum Gefahr.

Krabbelgetier und Zuckerwatte,
Tannenbaum und Pausenbrot,
alles war lebendig,
wir waren flink und wendig,
alles weit weg -
von Krankheit und Tod.

Ach, wie herrlich unbeschwert
war doch diese schöne Zeit,
Wunden wurden weggeblasen,
man glaubte an Engel
und den Weihnachtsmann
und auch an den Osterhasen.

An diesen Ort würd ich gern reisen,
gäb es nur einen Weg zurück,
entkommen dem altern
und dem vergreisen,
zugetan dem Märchen und Leisem -
in Kinderhänden lag
so unendlich viel Glück.

© M.Brandt

 

Dazu inspiriert:

Wir gingen an einem Feld vorbei,
ich weiß noch,
dort blühten Anemonen.
Für mich war Sommer,
ich fühlte mich frei -
mit dir an der Hand
im Himmel zu wohnen.

© M.Brandt

 

Seh ich deine Bilder, fallen mir Geschichten ein =)

Ich weiß noch genau,
wie es damals war,
wir rannten über's  Feld,
mit Liebe im Herzen
und Stroh im Haar.

Der Bauer mähte
(und spähte zu uns)
bis spät in die Nacht,
wir haben so viel
geliebt und gelacht.

© M.Brandt

 

Glück ist, wenn einem etwas Wunderbares ohne eigenes Zutun - aus heiterem Himmel wie ein Blitz passiert.

Oktober willkommen, bin noch vom Sommer benommen,
doch deine feurigen Farben -
wie von Sinnen, lieb ich im Herzen, ganz tief drinnen.

© M.Brandt

 

Ein Lied, welches inspirierte:

Manchmal hörst du die Liebe rufen,
du kannst ihre Stimme nicht orten,
es scheint, sie kommt aus jedem Luftzug,
jedem Raum, jeder Straße,
dabei kommt sie nur
aus deinen tiefsten Tiefen....

Dort, wo du sie versteckt hälst,
wie in einem Kerker,
weil du dich nicht traust,
sie zu Wort zu kommen lassen,
weil dein Kopf ihren Worten
nicht noch einmal
trauen kann und will...

Dazu war der Schmerz zu groß,
damals als sie dich enttäuscht hat,
als sie nicht das war,
an das du geglaubt hast,
mit jeder Faser von dir.
Du wolltest halten, woran jeder Gedanke,
jeder Atemzug von dir hing.

Doch weißt du denn nicht
mehr als alles andere,
dass Liebe sich keiner Ansprüche stellt,
sie braucht auch keine Beweise, um wahr zu sein.
Liebe, wenn sie die echte ist,
läßt keine Zweifel zu.
Alles andere war ein Irrtum.

© M.Brandt